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E-Rechnung in den Niederlanden – Peppol und UBL-OHNL

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LandNiederlande
Status – B2GFreiwillig
Status – B2BFreiwillig
Status – B2CNicht zutreffend
FormatePeppol BIS oder UBL-OHNL
Behörde
NetzwerknamePeppol
Gesetzgebung

Überblick

Die Niederlande spielten eine Vorreiterrolle bei der E-Rechnung in Europa. Ab 2011 wurden bereits 40 % der Rechnungen elektronisch ausgetauscht. Der aktuelle Stand der E-Rechnung im Land ist jedoch noch im Wandel begriffen.

Ähnlich wie in Deutschland ist die E-Rechnung im B2B-Bereich in den Niederlanden vollständig freiwillig. Es wurden keine Verpflichtungen eingeführt, und es gibt keine Pläne, diese einzuführen. Unternehmen haben daher die Flexibilität zu entscheiden, ob sie an der E-Rechnung teilnehmen möchten. Die mögliche Einführung des Clearance-Modells und etwaige damit verbundene Termine wurden noch nicht bestätigt. Im Gegensatz dazu gelten im B2G-Bereich in den Niederlanden spezifische Regeln. Um der EU-Richtlinie 2014/55/EU zu entsprechen, müssen Rechnungen in B2G-Transaktionen elektronisch ausgestellt, weitergeleitet, empfangen und verarbeitet werden.

Ab dem 1. Januar 2011 waren öffentliche Behörden in den Niederlanden verpflichtet, elektronische Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten. Ab dem 1. Januar 2017 waren Lieferanten dieser öffentlichen Behörden verpflichtet, ihre Rechnungen in elektronischem Format auszustellen und zu übermitteln. Darüber hinaus wurden lokale Behörden ab dem 1. Januar 2019 verpflichtet, elektronische Rechnungen zu empfangen und zu verarbeiten.

Senden von E-Rechnungen

In den Niederlanden haben Lieferanten lokaler Behörden und zentraler öffentlicher Behörden verschiedene Optionen für die elektronische Übermittlung ihrer Rechnungen.

Lieferanten zentraler öffentlicher Behörden haben drei Übertragungskanäle zur Auswahl:

  • PEPPOL über einen PEPPOL Access Point.
  • Online-Portal.
  • Digipoort – empfohlen für technisch versierte Unternehmen mit hohem Rechnungsvolumen.

Lieferanten lokaler Behörden können aus drei Übertragungskanälen wählen:

  • PEPPOL über einen PEPPOL Access Point.
  • E-Mail, sofern der Lieferant eine XML-Rechnung als E-Mail-Anhang generieren kann.
  • Online-Portal.

Formate

Bei den E-Rechnungsstandards in den Niederlanden stehen verschiedene Optionen zur Verfügung:

  • UBL-OHNL – basiert auf UBL und ist für Rechnungen über Waren und Dienstleistungen konzipiert.
  • PEPPOL BIS – anwendbar für internationale Transaktionen mit PEPPOL-Nutzern.

Häufig gestellte Fragen

Wie finde ich heraus, ob ein niederländisches Unternehmen bei Peppol registriert ist?

Suchen Sie im Peppol-Verzeichnis unter directory.peppol.eu. Niederländische Unternehmen verwenden ihre KvK-Nummer als Peppol-Teilnehmer-ID (Schema 0106); Regierungsstellen verwenden die OIN (Organisatie Identificatienummer, Schema 0190). Wenn das Unternehmen nicht erscheint, ist es nicht bei Peppol registriert – nutzen Sie einen alternativen Kanal (E-Mail, Portal-Upload oder Digipoort für die Zentralregierung). [1]

UBL-OHNL vs. Peppol BIS – wie unterscheiden sie sich und wann verwende ich welches?

UBL-OHNL ist eine niederländische Erweiterung von UBL 2.1 für die B2G-Rechnungsstellung an die niederländische Zentralregierung über Digipoort – es enthält niederländische Pflichtfelder (Inkoopreference, OIN-Identifikatoren). Peppol BIS ist der internationale Standard für grenzüberschreitende Peppol-Transaktionen. Verwenden Sie Peppol BIS beim Senden über das Peppol-Netzwerk; verwenden Sie UBL-OHNL beim Senden über Digipoort. Für lokale Behörden: Peppol BIS über Peppol oder Online-Portal. [1]

Wird die B2B-E-Rechnung in den Niederlanden durch die EU-ViDA-Richtlinie verpflichtend?

EU-ViDA (MwSt. im digitalen Zeitalter, verabschiedet November 2024) führt ab 1. Juli 2030 verbindliche digitale Meldepflichten für innergemeinschaftliche B2B-Transaktionen ein. Die Niederlande müssen diese Regeln bis Juli 2030 umsetzen, was de facto B2B-E-Rechnungsinfrastruktur erfordern wird. Eine rein inländische B2B-E-Rechnungspflicht ist noch nicht formell vorgeschrieben, aber die Implementierung Peppol-kompatibler Systeme bereitet Unternehmen auf die ViDA-Compliance vor. [1]


Weitere Informationen zum Peppol-Netzwerk und zur Konnektivität finden Sie in unserem Peppol-Leitfaden.