E-Rechnung in Norwegen – Peppol und EHF-Format
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| Land | Norwegen |
| Status – B2G | Verpflichtend |
| Status – B2B | Freiwillig |
| Status – B2C | Nicht zutreffend |
| Formate | EHF 3.0, Peppol BIS |
| Behörde | |
| Netzwerkname | Peppol |
| Gesetzgebung |
Überblick
In Norwegen ist die E-Rechnung zu einem wichtigen Bestandteil von Geschäftstransaktionen geworden, insbesondere im Bereich der Interaktionen zwischen Unternehmen und Regierungsbehörden (B2G). Seit 2009 ist die B2G-E-Rechnung verpflichtend, was für rationalisierte Prozesse und erhöhte Effizienz sorgt. Im Jahr 2019 wurde diese Verpflichtung auf alle Lieferanten ausgedehnt, was die Bedeutung der Einführung elektronischer Rechnungsstellungspraktiken weiter unterstreicht.
Der PEPPOL-Standard hat eine zentrale Rolle in der norwegischen E-Rechnungslandschaft gespielt und eine nahtlose Kommunikation zwischen dem öffentlichen Sektor und Unternehmen bei B2B-Transaktionen (Business-to-Business) ermöglicht. Obwohl die B2B-E-Rechnung seit 2017 möglich ist, ist sie derzeit nicht verpflichtend. Stattdessen setzt Norwegen beim B2B-Bereich auf das Post-Audit-Modell, bei dem die verbindliche Meldung in der Regel nur auf Anfrage der Steuerbehörden, üblicherweise vor einer Steuerprüfung, durchgeführt wird.
Häufig gestellte Fragen
EHF vs. Peppol BIS – welches Format sollte ich für norwegische öffentliche Stellen verwenden?
EHF 3.0 und Peppol BIS Billing 3.0 sind im Wesentlichen dasselbe Format – EHF 3.0 hat den Peppol BIS-Standard (EN 16931) übernommen. Verwenden Sie Peppol BIS Billing 3.0 über einen Peppol Access Point bei der Rechnungsstellung an norwegische Regierungsstellen. Älteres EHF 2.0 wird möglicherweise noch von einigen Stellen akzeptiert, aber EHF 3.0/Peppol BIS ist der aktuelle Standard. Die norwegische Peppol-Behörde ist Difi (Agentur für öffentliches Management und E-Government). [1]
Meine Rechnung an einen norwegischen Regierungskäufer wurde abgelehnt – was sind die häufigsten Fehler?
Häufige Peppol BIS-Ablehnungsgründe bei norwegischen öffentlichen Stellen: (1) Fehlende Organisationsnummer – 9-stellige Foretaksregisteret-Nummer (Schema 0192) in AccountingSupplierParty; (2) USt-Nummernformat – Norwegische USt = Organisationsnummer + Suffix „MVA" (z. B. 123456789MVA); (3) Fehlende Zahlungsfälligkeit; (4) Fehlende Steuer-Kategoriecodes – Verwenden Sie S (25 % Standardsatz), H (15 % ermäßigter Lebensmittelsatz), Z (Nullsatz), E (befreit). Validieren Sie gegen den Peppol-Validator vor der Einreichung. [1]
Wird die B2B-E-Rechnung in Norwegen verpflichtend?
Die B2B-E-Rechnung in Norwegen ist weiterhin freiwillig und verwendet ein Post-Audit-Modell (Stand 2025). Es wurde kein verbindlicher B2B-Terminplan angekündigt. Jedoch wird EU-ViDA (ab 2030 für innergemeinschaftliche B2B-Transaktionen) norwegische Unternehmen betreffen, die an EU-Kunden verkaufen, da EU-Käufer strukturierte E-Rechnungen benötigen werden. Als Peppol-EWR-Mitglied sollten norwegische Unternehmen Peppol BIS für die grenzüberschreitende EU-Bereitschaft verwenden. [1]
Weitere Informationen zum Peppol-Netzwerk finden Sie in unserem Peppol-Leitfaden.